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Bericht über die Tätigkeit des Instituts für Ungarische Geschichtsforschung in Wien 2013

 

Das Institut für Ungarische Geschichtsforschung in Wien (ung. Abk. BMTI) hat seine Aufgaben auch im Jahre 2013 in Abstimmung mit dem Balassi Institut – Collegium Hungaricum und der Botschaft von Ungarn in Wien erfüllt. Unsere Veranstaltungen wurden den Programmen der Botschaft und des Kulturinstituts angepasst.

1. Konferenzen, wissenschaftliche Veranstaltungen und Tagungen

1.1. Internationale wissenschaftliche Konferenzen in der (Co)-Organisation des BMTI

20. Februar: Neue Richtungen in der Roma Holocaust-Forschung. Wissenschaftliche Konferenz / Workshop gemeinsam mit dem Wiener Wiesenthal Institut. Vortrag von DR. GERHARD BAUMGARTNER: Das Zigeunerlager Lackenbach; Vortrag von ANNA SZÁSZ: Erforschungen der Erinnerung an den Roma Holocaust in Ungarn.

29. Mai – 2. Juni: Frühneuzeitforschung im Raum der ehemaligen Habsburgermonarchie. Internationale wissenschaftliche Konferenz / Workshop in Piliscsaba gemeinsam mit dem Institut für Österreichische Geschichtsforschung – IÖG) und der Katholischen Universität Péter Pázmány (PPKE), PhilosophischeFakultät, Institut für Frühneuzeitliche Geschichte. Das war unsere dritte gemeinsame internationale Konferenz innerhalb von drei Jahren. Einladung, Bildergalerie, http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/tagungsberichte/id=5144

15. Oktober: Erinnerung an die Bischöfe von Karlsburg/Gyulafehérvár/Alba Iulia, Áron Márton und Antal Jakab in Wien. Internationale wissenschaftliche Konferenz, unterstützt vom Nationalen Kulturfonds und vom Ministerium für Humanressourcen (NKA und EMMI). Einladung, Bildergalerie, Presse - Hargita Népe, Krónika, Gyergyói Hetilap, Új Kelet Hargita megyei Hírlap, Új Ember, Vasárnap Katolikus Hetilap.

26. November: Österreich und Ungarn im 20. Jahrhundert. Wissenschaftliche Konferenz österreichischer und ungarischer Historiker in der Botschaft Ungarns über die Aufarbeitung der gemeinsamen Vergangenheit. In Zusammenarbeit mit der ungarischen Botschaft, dem Ludwig Boltzmann-Institut für Kriegsfolgen-Forschung, Graz–Wien–Klagenfurt–Raabs. Einladung, Bildergalerie.

5.-6. Dezember: 1956 - Film, Medien, Literatur. Internationale wissenschaftliche Konferenz über die Folgen von 1956 in den Bereichen Film, Medien und Literatur in Ungarn. Gemeinsam mit der Universität Wien – Institut für Europäische und Vergleichende Sprach- und Literaturwissenschaft EVSL/Abteilung Finno-Ugristik Einladung und Programm, Bildergalerie.

1.2. Wissenschaftliche Vorträge im Collegium Hungaricum

7. Februar: LÁSZLÓ TŐKÉCZKI: Ungarisches Zukunftsbild. Bildergalerie.

7. März: GÉZA PÁLFFY: Ungarische Krönungen in Pressburg. Bildergalerie.

5. November: TAMÁS KOVÁCS: Entstehung und Funktion des 2. Divisionsstabs zwischen den Weltkriegen. Abstrakt, Bildergalerie.

19. November: GYÖRGY MARKÓ: Staatsschutz und Staatssicherheit. KALEF. Einladung, Bildergalerie.

3. Dezember: ZSUZSA KÁDÁR: Mária Potoczky – Maria Strasser – Zeitalter einer verliebten Frau. Bildergalerie.

1.3. Buchpräsentationen in der (Co)-Organisation des BMTI

25. Februar: Präsentation des Bandes IV. der selbständigen Bücherreihe des BMTI Publikationen der ungarischen Geschichtsforschung in Wien (PUGW): József Kardinal Mindszenty in Wien (1971–1975), besprochen von AO.UNIV.-PROF. MMAG. DDR. RUPERT KLIEBER (Universität Wien, Katholisch-Theologische Fakultät, Institut für Kirchengeschichte). Einladung, Bildergalerie.

6. Mai: Präsentation des Bandes V. der selbständigen Bücherreihe des BMTI — Publikationen der ungarischen Geschichtsforschung in Wien (PUGW): Die Zips – eine kulturgeschichtliche Region im 19. Jahrhundert – Leben und Werk von Johann Genersich (1761–1823), besprochen von DR. PHIL. EVA KOWALSKÁ (Slowakische Akademie der Wissenschaften, Pressburg). Einladung, Bildergalerie.

17. Oktober: Archäologische Erschließung der Bernsteinstrasse. Buchpräsentation und wissenschaftlicher Vortrag gemeinsam mit dem Österreichischen Archäologischen Institut. STEFAN GROH – HELGA SEDELMAYER – CSENGE VIRÁG ZALKA: Die Strassenstationen Nemescsó und Sorokpolány an der Bernsteinstrasse. Wien, 2013. Bespochen von PRIV.-DOZ. MAG. DR. SABINA LADSTÄDTER, Direktorin ÖAI. Einladung, Bildergalerie.

2. BMTI-Beteiligung an der Organisation von Ausstellungen

14. Januar – 25. März: Ausstellung der Serie Ungarisches Welterbe des Grafikers ANTAL RÉVÉSZ im Collegium Hungaricum. Nach der Schließung wurde die Ausstellung an das Ungarische Kulturinstitut Prag weitergeleitet. Einladung.

3. Teilnahme des Direktors des BMTI an wissenschaftlichen Veranstaltungen in Vertretung des Instituts

6. März: Mit dem Titel „Das Collegium Hungaricum und das Institut für Ungarische Geschichtsforschung in Wien“ hielt Csaba Szabó einen Vortrag an der Universität Loránd Eötvös (ELTE, Philosophische Fakultät, Institut für Geschichte, Gólyavár, Budapest). Die Publikationsreihe des BMTI – deutsche Abk. PUGW – wurde vom Lehrstuhlleiter und UNIV.DOZENT LÁSZLÓ TŐKÉCZKI, Band IV., József Kardinal Mindszenty in Wien (1971–1975), von PROF. DR. ATTILA HORVÁTH (Professor für Rechtsgeschichte, ELTE/PPKE Budapest) vorgestellt. Einladung; http://ujember.hu/index.php?option=com_k2&view=item&id=22083:mindszentyr%C5%91l-%E2%80%93-n%C3%A9met%C3%BCl

17. Juni: Tätigkeit des Instituts für Ungarische Geschichtsforschung in Wien 1920–1949 und 2001–2013. Vortrag von CSABA SZABÓ auf der Jahreskonferenz des Vereins Ungarischer Archivare (Esztergom, Sammlung des Primas /Schatzkammer und Archiv).

4. Teilnahme des Direktors des BMTI an wissenschaftlichen Konferenzen und Veranstaltungen

25. Januar: Die Monografie von FERENC SZABÓ SJ mit dem Titel „ A Vatikán keleti politikája közelről. – Az Ostpolitik színe és visszája” (Die Ostpolitik des Vatikan aus der Nähe – Ostpolitik von innen und von außen)wurde von CSABA SZABÓ im Haus des Dialogs in Budapest vorgestellt. Einladung, Bildergalerie.

25. April: CSABA SZABÓ nahm an der Konferenz der Andrássy-Universität, Budapest und der Konrad-Adenauer-Stiftung mit dem Titel „Perspektiven der Erinnerungspolitik in Europa” teil, darunter am Podiumsgespräch zum Thema „Politik und Erinnerungskultur” zusammen mit DR. PETER MÄRZ (Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus, München), ROLAND JAHN (Bundesbeauftragter für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik) und PROF. DR. ATTILA HORVÁT (Professor für Rechtsgeschichte, ELTE/PPKE Budapest). Bildergalerie.

5. Aufgaben in Bezug auf Wissenschaftsorganisation und Kontaktpflege mit Einrichtungen des Gastlandes

• Am 17. Juni unterzeichneten wir ein Abkommen mit dem Direktor des Instituts für Geschichtswissenschaften der Slowakischen Akademie der Wissenschaften, um gemeinsame Publikationen und Konferenzen zu fördern. (Der VIII. PUGW-Band ist bei gemeinsamer Finanzierung erschienen.)

• Das Institut für Österreichische Geschichtsforschung (IÖG) ist eines der ältesten wissenschaftlichen Institute in Wien, mit dem wir seit 2011 hervorragende Beziehungen ausbauen konnten. Sie finden in der Veranstaltung gemeinsamer Workshops und der Finanzierung von Publikationen (VI. PUGW-Band) ihren Niederschlag.

  Es ist uns gelungen, im Laufe des Jahres sehr gute Kontakte mit dem Ludwig Boltzmann-Institut für Kriegsfolgen-Forschung, Graz–Wien–Klagenfurt–Raabs herzustellen. Dank der Zusammenarbeit wurde unsere wissenschaftliche Konferenz am 26. November an der Botschaft realisiert; für das kommende Jahr 2014 wird eine internationale wissenschaftliche Konferenz über die Schauprozesse in Osteuropa geplant.

6. Verlagstätigkeit

• Es finden regelmäßige Sitzungen des Redaktionskollegiums (2013 zweimal, am 15. Februar bzw. am 9. Dezember) statt, und es gibt ständige Besprechungen mit den Redakteurkollegen im Zusammenhang mit der Reihe BMTI/PUGW.

• Die 2012 erschienenen Bände wurden im Laufe des Jahres von namhaften österreichischen Experten präsentiert.

• 2013 ist ein neuer Band (PUGW VII.) mit dem Titel Frühneuzeitforschung in der Habsburgermonarchie. Adel und Wiener Hof – Konfessionalisierung – Siebenbürgen. Red.: István Fazekas, Martin Scheutz, Csaba Szabó und Thomas Winkelbauer. (493 Seiten) herausgegeben worden. Der Band dokumentiert das Ergebnis der hervorragenden Zusammenarbeit mit dem IÖG. Er beinhaltet die redigierten Vorträge junger Historiker aus Ungarn, Österreich, Tschechien und der Slowakei, die sie auf den gemeinsamen Konferenzen in den Jahren 2011 und 2012 (Bécs und Zwettl) hielten.

• Der VIII. PUGW-Band: Die weltliche und kirchliche Elite aus dem Königreich Böhmen und Königreich Ungarn am Wiener Kaiserhof im 16.–17. Jahrhundert ist – mit Unterstützung des Instituts für Geschichte der Slowakischen Akademie der Wissenschaften und des Kirchengeschichtlichen Forschungsinstituts „Lendület“ der Ungarischen Akademie der Wissenschaften und der PPKE ebenfalls fertiggestellt worden. Red: Anna undárková und István Fazekas. (569 Seiten).

• Vorgesehen war auch die Herausgabe des Bandes PUGW VI. (archäologische Studien von Péter Prohászka). Das Manuskript wurde ebenfalls abgeschlossen, der Berliner Verlag, der die Herausgabe finanziert, hat sie jedoch verschoben.

• Die PUGW-Bände werden – über die Abgabe der Pflichtexemplare hinaus – regelmäßig den wichtigsten Universitäten und Forschungsinstituten an etwa 30 Adressen – zugesandt.

7. Stipendien, Stipendiaten

38 Bewerber gewannen für 49 Monate CH-Stipendien. Ein Forscher bekam ein Klebelsberg-Stipendium für zwei Monate. Ein- bis zweimal im Monat finden Zusammenkünfte mit den Stipendiaten statt, wo sie einander und ihre Forschungsthemen gegenseitig kennenlernen und sich über die Arbeit des BMTI informieren können. An den Treffen nahmen die Archivdelegierten István Fazekas, Gábor Kiss und György ebenfalls teil. Wir sind bemüht, die Stipendiaten auch in die Projekte des Balassi Institut – Collegium Hungaricum Wien und des BMTI (Publikationen, Ausstellungen usw.) einzubeziehen. Aus materiellen Überlegungen heraus haben wir die früher üblichen Ausflüge für die Stipendiaten nicht durchgeführt. Statt dessen konnten sich die Stipendiaten mit den ungarischen Gedenkstätten, dem Botschaftsgebäude oder den aktuellen Ausstellungen vertraut machen.

8. Präsenz der Hungarologie in der wissenschaftlichen Arbeit

Am 30. Januar übernahmen wir den Nachlass von Gyula Miskolczy (Direktor des BMTI und des CH zwischen 1935 und 1948) in Pernitz. Das Aktenmaterial gelangt in das Landesarchiv des Ungarischen Nationalarchivs, das bibliografische Erbe in das BMTI.
Darüber hinaus tragen die Stipendiaten und der Archivdelegierte, aber auch die Teilnahme an internationalen Konferenzen zur erfolgreichen Hungarica-Erschließung bei.

 

Dr. habil. Csaba Szabó


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