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Bericht über die Tätigkeit des Instituts für Ungarische Geschichtsforschung in Wien 2012


Das Institut der Ungarischen Geschichtsforschung in Wien (ung. Abk. BMTI) hat seine Aufgaben auch im Jahre 2012 entsprechend den Plänen und im Einklang mit dem wissenschaftlichen Konzept des Balassi-Institut – Collegium Hungaricum Wien erfüllt. Die im Laufe des Jahres organisierten wissenschaftlichen Programme, die Beteiligung des BMTI und dessen Direktors am wissenschaftlichen Leben in Österreich und in Ungarn war darauf gerichtet, die bisherigen Beziehungen zu vertiefen und neue Kontakte auszubauen.

Ausführlicher Bericht:

1. Konferenzen, wissenschaftliche Veranstaltungen, Tagungen

1.1. Internationale wissenschaftliche Konferenzen in der (Co-)Organisation des BMTI

22. März: Wallenberg Workshop-Konferenz, Buchpräsentation und Podiumsgespräch gemeinsam mit der Botschaft im Collegium Hungaricum. Mitwirkende: Prof. Dr. Szabolcs Szita (Generaldirektor, Holocaust-Gedenkzentrum) und Eleonore Lappin-Eppel (Historikerin, ÖAW), ferner Josef Kirchengast (Journalist, Der Standard).

8-9. Mai: Bei Unterstützung der Botschafter und der Botschaften von Ungarn und der Slowakei sowie des österreichischen Außenministeriums BMeiA, ferner in der Organisation des Collegium Hungaricum, des BMTI, der Dr. Antal Genersich Stiftung, Budapest, des Slowakischen Instituts in Wien sowie des Instituts für Kirchengeschichte im Donau- und Karpatenraum, Pressburg, kam es zu der Konferenz „Die Zips – eine Kulturgeschichtliche Region im 19. Jahrhundert. Leben und Werk von Johann Genersich (1761, Kezmark – 1823, Wien)“. Bildergalerie

22-25. Oktober: Gemeinsame internationale Workshop des BMTI und des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung (IÖG) im Stift Zwettl mit dem Titel „Religion im politischen und sozialen Kontext (16–18. Jahrhundert)“. Bildergalerie

5-6. Dezember: Internationale Konferenz in der Organisation des BMTI und des Lehrstuhls für Finno-Ugristik an der Universität Wien. „Der Osmanismus in der zentraleuropäischen Literatur – Topio, Stereotypen und Raumbilder im imperialen Kontext“. Einladung und Programm

1.2. Buchpräsentationen in der (Co-)Organisation des BMTI:

27. Februar: István Németh, Róbert Fizikert (Red.): „Österreich im 20. Jahrhundert“ – Buchpräsentation (Prof. Dr. Lajos Gecsényi und Csaba Katona, MTA BTK TTI). Einladung

14. Mai: Tamás Fedeles und László Koszta (Red.): „Pécs (Fünfkirchen) – Bistum und Bischofsstadt im Mittelalter“, Präsentation des Bandes II von PUGW (Publikationen der Ungarischen Geschichtsforschung in Wien) (Univ.-Prof. Dr. Thomas Prügl, Kath.-Theol. Fakultät, Universität Wien). Bildergalerie

27. November: „Széchenyi, Kossuth, Batthyány, Deák“. Präsentation des Bandes III. von PUGW im Haus-, Hof- und Staatsarchiv (Dr. Peter Urbanitsch, Österr. Akademie der Wissenschaften, Zentrum Neuzeit und Zeitgeschichtsforschung, Kommission für die Geschichte der Habsburgermonarchie). Bildergalerie

29. November: József Ö. Kovács: „Die Auflösung der Bauerngesellschaft in der kommunistischen Diktatur“. Präsentation des Bandes „Die politische Gesellschaftsgeschichte des ländlichen Ungarns 1945-1965“ im Collegium Hungaricum (Csaba Szabó). Bildergalerie

30. November: Die Bände „Die Predigten des Bischofs Vilmos Apor“ (publiziert von Zoltán Lukácsi OSB) und István Nagy: „Der Märtyrer-Bischof von Győr, Vilmos Apor“ wurden von Csaba Szabó präsentiert. Der Band Tamás Kiss-Béla Szabó: „Vilmos Apor der Selige, der Märtyrer-Bischof“ wurde von Zoltán Pál im Pazmaneum gewürdigt. Einladung


2. Die Beteiligung des BMTI an der Organisation von Ausstellungen


19. April: Ausstellung „Ungarisch-Österreichische Sportbeziehungen“ (gemeinsam mit dem Ungarischen Sportmuseum), dazu gehörte ein Podiumsgespräch am 21. Mai mit den Größen des ungarischen und des österreichischen Fußballs (Dr. Máté Fenyvesi, Kálmán Mészöly und Árpád Fazekas sowie Rudi Flögel, Edi Krieger, Toni Polster, Walter Skocik), moderiert von Prof. Hans Hofstätter. Bildergalerie

26. Juni: „Fidelissimus Pastor” – Ausstellung über das Leben von József Kardinal Mindszenty im Palais Porcia in der Wiener Innenstadt, veranstaltet von der Botschaft, der Mindszenty-Stiftung, Budapest, des Collegium Pazmaneum, des Collegium Hungaricum und des BMTI. Bildergalerie

Presse: Radio Vatican / Tonmaterial / Radio Maria / Erzdiözese Veszprém / Esztergom Portal / Tizenhetedik (Siebzehnte) online / Kovácsbank-ofm.com / Magyar Kurir (Ungarischer Kurier Nachrichtenportal) / Kathweb.at

25. Oktober: Podiumsgespräch bei der Eröffnung der Ausstellung „Fotos von Erich Lessing, Budapest 1956“ in Wiener Neustadt (Erich Lessing, Csaba Szabó und Robert Holzbauer). Bildergalerie, Presse

26. Oktober: Die III. Ars Pannonica-Biennale im Savaria-Museum in Szombathely wurde von Csaba Szabó eröffnet. Presse


3. Teilnahme des Direktors des BMTI an wissenschaftlichen Veranstaltungen in der Vertretung des Instituts


6. November: Vortrag von Csaba Szabó an der Katholischen Universität Péter Pázmány, Fakultät Geisteswissenschaften, in Piliscsaba über das Institut der Ungarischen Geschichtsforschung in Wien und das Collegium Hungaricum

4. Dezember: In der gemeinsamen Organisation des Buchverlages Méry Ratio und der Stiftung Pro Minoritate wurde die Reprint-Buchserie „Die Österreichisch-Ungarische Monarchie in Schrift und Bild (1885-1902)” präsentiert. Vorträge: Michael Zimmermann, Botschafter der Republik Österreich in Ungarn, László L. Simon, Staatssekretär für Kultur im Ministerium für Humanressourcen, Zsolt Németh, Staatssekretär des Außenministeriums im Parlament sowie Csaba Szabó, Direktor des Instituts der Ungarischen Geschichtsforschung in Wien. Moderation: Judit Tamási, Außenministerium.

 

4. Teilnahme des Direktors des BMTI an wissenschaftlichen Konferenzen und Veranstaltungen


7. Februar: Budapest, MOL – Konferenz „Privatdokument – öffentliches Dokument”. Vortrag von Csaba Szabó: „Privatdokument, dienstliches Dokument“ Bildergalerie

15-16. März: Konferenz des Instituts für Zeitgeschichte der Universität Wien „Die ungarische und die slowakische katholische Kirche und die Zusammenarbeit mit Österreich und dem Vatikan“. Vortrag von Csaba Szabó: „Die ungarische Kirchenpolitik 1945–1990 aus heutiger Perspektive”.

23. März: Vortrag von Csaba Szabó auf dem 136. Seminar des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung: „Die Beziehungen der ungarischen katholischen Kirche zum Heiligen Stuhl in der Zeit des 'real existierenden Sozialismus' (1949-1989)“

29-30. März: Vortrag von Csaba Szabó auf der gemeinsamen Konferenz des Balassi Instituts – Collegium Hungaricum in Warschau und der Universität Katowice: „Die katholische Kirche in Ungarn 1948-1956”. Bildergalerie

13-14. September: Vortrag von Csaba Szabó mit dem Titel „Warum ist die gegenwärtige ungarische (Kirchen-)Geschichtsschreibung auf Agenten fokussiert?“ auf der Konferenz „Archive und Kommunismus-Forschung. Archivforschungen zur Aufarbeitung der Geschichte der Jahrzehnte vor der Wende” in Esztergom. Zusammenfassung über die Veranstaltung

18-20. Oktober: Vortrag von Csaba Szabó mit dem Titel „Stumme Legion” auf der internationalen Konferenz „Verbindung zwischen Staat und Kirche in Mittel-Osteuropa zwischen 1945 und 1989. Einrichtungen und Methoden” in Nagyvárad/Oradea in der Organisation des Historischen Archivs der Staatssicherheitsdienste, Budapest, und der Stiftung Posticum Oradea

5. November: Präsentation der Multimedia-DVD: „Schauprozesse in Ungarn nach 1945” (einer der Redakteure: Csaba Szabó) im Ungarischen Nationalarchiv. Bildergalerie 

Presse: http://www.hirado.hu/Hirek/2012/11/05/13/Koncepcios_perek_DVD_n.aspx / http://videotorium.hu/hu/events/details/950,Koncepcios_perek_Magyarorszagon_1945_utan / http://www.elte.hu/hir?id=NW-3837

 13. Dezember: Vortrag von Csaba Szabó auf der Konferenz des Ungarischen Nationalarchivs über die Ergebnisse der Digitalisierung zum Thema Digitalisierung und Veröffentlichung der Jahrbücher des Instituts der Ungarischen Geschichtsforschung in Wien im Internet.

Presse: http://mnl.gov.hu/rendezvenyek/2012_digitalizalasi_eredmenyei.html / http://eleveltar.gov.hu/ 

14. Dezember: Vortrag von Csaba Szabó mit dem Titel „Die Auswirkung der Kollektivierung auf die alltägliche Religionsausübung” auf der Konferenz des Geschichtswissenschaftlichen Instituts der Ungarischen Akademie der Wissenschaften „Kollektivierung und staatliche Gewalt”. Presse


5. Aufgaben in Bezug auf Wissenschaftsorganisation und Kontaktpflege mit Einrichtungen des Gastlandes


Anfang des Vorjahres, am 9. Februar, haben wir in Pressburg eine mündliche Vereinbarung mit dem Direktor des Geschichtswissenschaftlichen Instituts der Akademie der Wissenschaften der Slowakei abgeschlossen, um gemeinsame Publikationen zu erarbeiten und Konferenzen zu fördern (PUGW Band VII.). Das Institut für Österreichische Geschichtsforschung (IÖG) ist das älteste wissenschaftliche Institut in Wien. Mit ihm konnten wir seit 2011 hervorragende Beziehungen ausbauen, die sich in der Veranstaltung gemeinsamer Workshops und der Herausgabe der vorgesehenen Publikation (PUGW Band VI). zeigen. Die Aktion Österreich-Ungarn ist für uns auch wegen der Verteilung der nach Wien gerichteten Stipendien ein wichtiger Partner. Ebenfalls werden gute Beziehungen mit dem Ungarn-Institut in Regensburg gepflegt: Der BMTI-Direktor ist Mitglied des Kuratoriums des Instituts in Regensburg.

 

6. Verlagstätigkeit


Das Redaktionskollegium tagt regelmäßig (2012 zweimal, am 3. Februar und am 8. Juni), und es gibt ständige Besprechungen mit den Redakteurkollegen im Zusammenhang mit den Publikationen der ungarischen Geschichtsforschung in Wien (PUGW), der Buchreihe des BMTI. Die 2011 erschienenen Bände wurden im Laufe des Jahres von namhaften österreichischen Experten präsentiert. 2012 ist ein neuer Band über die Jahre von József Kardinal Mindszenty in Wien (PUGW IV.) veröffentlicht. Ebenfalls fertig gestellt und Ende Februar 2013 publiziert wurde ein Band, dessen Grundlage die internationale Konferenz Genersich - Die Zips im Mai 2012 bildete.


7. Stipendien, Stipendiaten


28 Bewerber gewannen CH-Stipendien für 45 Monate. Ein Forscher bekam ein Klebelsberg-Stipendium für zwei Monate. Wir haben im Durchschnitt zweimal im Monat Treffen mit den Stipendiaten, wobei sie ihre Kollegen, deren Forschungsthemen und die Arbeit des BMTI kennenlernen konnten. An diesen Begegnungen nahm auch der Archivdelegierte István Fazekas teil. Wir sind darum bemüht, die Stipendiaten in die Projekte des Balassi-Institut – Collegium Hungaricum Wien und des BMTI einzubeziehen, dessen erste Ergebnisse 2013 im Zusammenhang mit den großen Projekten 2014 (Programme zum Jubiläum des Ersten Weltkrieges) des Instituts zu erwarten sind. Anstatt der früher üblichen Ausflüge konnten sich die Stipendiaten mit den ungarischen Gedenkstätten in Wien, dem Gebäude der ungarischen Botschaft oder mit aktuellen Ausstellungen vertraut machen.


8. Präsenz der Hungarologie in der wissenschaftlichen Arbeit


Am 21. November haben sich Csaba Szabó und István Fazekas den Nachlass von Gyula Miskolczy (Direktor des BMTI und des Collegium Hungaricum zwischen 1935 und 1948) in Pernitz angeschaut. Sie kamen mit dem Eigentümer überein, dass die Hinterlassenschaft unentgeltlich in das Ungarische Nationalarchiv bzw. in das BMTI kommt. Die Übernahme erfolgte im Januar 2013.
Darüber hinaus tragen die Stipendiaten und der Archivdelegierte, aber auch die Beteiligung an internationalen Konferenzen zur erfolgreichen Erschließung von Hungarica bei.

 

Dr. habil. Csaba Szabó

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