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Band IV.

József Kardinal Mindszenty in Wien (1971–1975)
Herausgegeben von Csaba Szabó
Wien 2012

Mindszenty József bíboros Bécsben (1971–1975)
Szerkesztette Szabó Csaba
Bécs 2012



INHALT

Vorwort - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -  7

PÁL HATOS: József Kardinal Mindszenty (1892–1975). Divergierende Erinnerungen und die Perspektiven der vergleichenden Forschung - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -  - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -  9

CSABA SZABÓ: Kardinal Mindszenty verlässt Ungarn im Jahre 1971 - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -  29

ANDRÁS FEJÉRDY: Kardinal József Mindszenty und die ungarischen Priester im Exil. Einfluss und Beirat - - - - - - - - - -  47

ANNEMARIE FENZL: Kardinal König und Kardinal Mindszenty – die Ostpolitik des Vatikans - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -   59

KÁROLY KÓKAI: Kardinal Mindszenty und die Wiener Emigration - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -  81

VIKTÓRIA CZENE POLGÁR: Kardinal Mindszenty und der ungarische Staatssicherheitsdienst in Wien - - - - - - - - - - - - -  91

GÉZA VÖRÖS: Die Beobachtung von József Mindszenty und die Methoden des Staatssicherheitsdienstes - - - - - - - - -  101

KATALIN TOMA: Kardinal Mindszenty in der österreichischen Presse - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -  115

ÁRPÁD KLIMÓ: Kardinal Mindszentys Reisen 1971–1975.Die Reformulierung des Antikommunismus in Westdeutschland und in den USA in neuen Perspektiven - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -   133

MARGIT BALOGH: Die Erinnerungen. Gedanken und Tatsachen zur Erinnerungen von József Kardinal Mindszenty - - - 145

GÁBOR KRAJSOVSZKY: „Denn im Feuer wird das Gold geprüft und die Auserwählten im Schmelzofen der Bedrängnis“. Eine Zitatensammlung aus den Reden und Predigten von Kardinal Mindszenty (1971–1975) - - - - - - - - - - - - - - - - - - -  163

GERGELY KOVÁCS: Das Erbe des Pazmaneum. Das sachliche Vermächtnis des Kardinal Mindszenty - - - - - - - - - - - - 177

Quellen, Literatur, Abkürzungen - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -  185

Register - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -  - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -  193

Die Verfasser des Bandes - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -   197

Publikationen der ungarischen Geschichtsforschung in Wien - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - 199

Vorwort

József Mindszenty ist eine der am meisten diskutierten Persönlichkeiten der ungarischen Geschichte. Sein Leben und seine Tätigkeit und deren Beurteilung löst zwischen den Zeitgenossen wie auch zwischen den Historikern seit mehr als 60 Jahre immer wieder, immer neue Debatten aus. Es gibt bis heute kein einheitliches Bild von ihm. Die historische Ära, in der er gelebt hat, war sehr schwer. Das zwanzigste Jahrhundert bot der Menschheit eine sprunghafte Entwicklung, aber auch viele schandvolle Ereignisse. Für Ungarn bedeuteten die zwei Weltkriege, die totalitären Regime, die Revolutionen des zwanzigsten Jahrhunderts fast eine nationale Tragödie. Während dieser hundert Jahre verlor Ungarn zwei Drittel seines früheren Staatsgebietes, inbegriffen die ausschließlich von Ungarn, den etwa zwei Millionen Szeklern in Rumänien, den größten Minderheiten Europas, bewohnten Territorien. Neben diesem Trauma wechselte die Regierungsform zwischen Königreich und Räterepublik, Republik, Volksrepublik in Ungarn mehrmals, dementsprechend wechselte die Gesellschaftsordnung des Landes auch öfters. In einer solchen die Menschen auf eine harte Probe stellenden Epoche wurden Helden und auch Antihelden geboren.
József Mindszenty lebte in der K.u.k. Monarchie, in der Räterepublik, im ungarischen Königreich (welches ohne König, durch ein Reichsverweser regiert wurde), in der Republik und Volksrepublik Ungarn (und am Ende seines Lebens, fünf Jahre lang in der Republik Österreich). Er war lange Zeit überzeugt, dass ein König und das Königreich für Ungarn die beste Staatsform gewesen wäre. Er hatte organisatorisches Talent. In Zalaegerszeg, wo er 27 Jahre lang als Priester tätig war, gründete er Schulen, baute er Kirchen, und er hatte das ganze Leben der Stadt und dessen Umgebung beeinflusst. Er hatte eine nie erlahmende Arbeitskraft. Er war sehr puritanisch, aber er war schon immer ein entschlossener Mensch, der starke und feste Werte hatte. Die Lage der katholischen Kirche, des katholischen Glaubens und das Schicksal der ungarischen Nation waren für ihn das Wichtigste. Er stellte sein Leben unter diese Werte. Solche Menschen haben schon zu Lebzeiten genauso viele Anhänger wie Gegner.

Das Institut für Ungarische Geschichtsforschung in Wien veranstaltete mit dem Collegium Pazmaneum im vorigen Jahr ein internationales wissenschaftliches Symposium über die Wiener Jahre des Kardinals József Mindszenty (1971–1975) anlässlich seiner Ankunft in Wien am 23. Oktober 1971.
Der vorliegende Band enthält die redigierten Vorträge des wissenschaftlichen Symposiums anlässlich des 120. Geburtstages vom Kardinal Mindszenty (2012) und erscheint in Kooperation mit dem MTA-PPKE ‘Lendület‘ Kirchengeschichtlichen Forschungsinstitut zu Budapest.

Der Herausgeber dieses Bandes möchte sich bei seinen Partnern, Pater János Varga, dem Rektor des Collegium Pazmaneum Wien, dem Balassi Institut Budapest, und besonders bei Dr. Péter Tusor (Katholische Péter-Pázmány-Universität, Piliscsaba), der die Publikationen des Instituts fachlich immer unterstützte, bedanken. Ich bedanke mich bei Fruzsina Földes (Wien) für die Übersetzung der ungarischen Beiträge. Besonderer Dank gilt Tibor Szemerédi (Wien) und Prof. Dr. Karl Schwarz (Universität Wien) für das Lektorat und die sprachliche Redaktion der Aufsätze.

Die Herausgeber der Reihe „Publikationen der ungarischen Geschichtsforschung in Wien“ –das Institut für ungarische Geschichtsforschung in Wien, das Balassi Institut – Collegium Hungaricum Wien, die Ungarische Archivdelegation beim Österreichischen Staatsarchiv und das MTA-PPKE ‘Lendület‘ Kirchengeschichtliches Forschungsinstitut hoffen, dass sie mit der Veröffentlichung dieses Bandes zum besseren Verständnis der Epoche und der Tätigkeit von József Kardinal Mindszenty beitragen können.

Wien, 23. Oktober 2012

Csaba Szabó

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