23. Oktober 2012, 10.00 - 19.00

Bank Austria Kunstforum (1010 Wien, Freyung 8)

Am Ungarischen Nationalfeiertag (23. Oktober 2012) können Besucher mit ungarischem Pass oder Personalausweis die Ausstellung "Die Acht - Ungarns Highway in die Moderne" im Bank Austria Kunstforum gratis besuchen, aber nicht umsonst!

Die Ausstellung läuft noch bis 02.12.2012 und ist der Gruppe von Acht Malern – Károly Kernstok, Béla Czóbel, Róbert Berény, Ödön Márffy, Lajos Tihanyi, Dezsö Orbán, Bertalan Pór, Dezsö Czigány – gewidmet, die um 1909/10 durch ihren Anschluss an das Modernste, was Europa in dieser Zeit zu bieten hatte, die ungarische Malerei in eine neue Etappe führte.

In Paris studieren die späteren Acht die Fauves um Henri Matisse, die Malerei Paul Cézannes und den Kubismus Pablo Picassos und Georges Braques. Plötzlich entsprechen ihre Bilder nicht mehr der traditionellen, dem Spätimpressionismus und Symbolismus um 1900 verhafteten Malweise. Radikal und konsequent verlässt die Gruppe die akademische Tradition. 1909 stellen sie erstmals in Budapest gemeinsam aus. Der Skandal ist perfekt. Über die nächsten Jahre führt die Gruppe, die sich A Nyolcak – Die Acht nennt, ihre unkonventionelle Malweise fort und erschließt der ungarischen Malerei einen Weg in die Moderne.
Erstaunlich frisch und unentdeckt präsentiert sich dieser Zweig der europäischen Avantgarde – ganz konträr zu der vom späten Symbolismus und vor allem von dem heurigen Jahresregenten Gustav Klimt dominierten österreichischen Malerei derselben Jahre. Das Bank Austria Kunstforum nimmt mit dieser Ausstellung den Dialog mit unserem Nachbarland auf und setzt sich zum Ziel, diese bis jetzt zu wenig bekannte ungarische Moderne international zu positionieren und ihr zu dem Bekanntheitsgrad zu verhelfen, der ihr aufgrund ihrer Qualität und innovativen Kraft zusteht.

 

Weitere Infos

 

Die Ausstellung ist eine Kooperation des Bank Austria Kunstforums mit dem Szépművészeti Múzeum, Budapest und der Magyar Nemzeti Galéria, Budapest

 

Béla Czóbel, Nackte Knaben, 1906/07 © Janus Pannonius Múzeum, Pécs